OLC-Übergabe

Anfang Oktober nahm ich auf der Wasserkuppe den OLC-Discus mit großer Vorfreude in Empfang. Mit dem 4. Platz in der OLC Junior Challenge konnte ich mich für diese außergewöhnliche Möglichkeit qualifizieren. Der Flieger bietet einem als Streckenflieger mit Motor und Transponder nicht nur beste Bedingungen, um Streckenflüge jeglicher Art durchzuführen, er ist auch in Top-Zustand. Clemens hatte zum Abschluss den Lack noch einmal in perfekten Zustand gebracht und auch Hänger und Ausrüstung sind bis ins kleinste Detail gepflegt. 



Der erste Flug

So konnte ich bereits am folgenden Wochenende erstmals einen Flug mit dem OLC-Discus unternehmen. Bei unverhofft guter Herbst-Thermik fühlte ich mich nach zwei Jahren mit einer LS8 direkt sehr wohl. Auch die Motorbedienung – für mich ist es der erste Einsitzer mit Turbo – testete ich.



Der Umbau

Wilfried Großkinsky hat sich im Rahmen der Funkgeräteumrüstung dazu entschlossen, in den Discus ein neues, zeitgerechtes Highend Navigationssystem ein bauen zu lassen. Hierbei entstand dann ein Teamwork zwischen Wilfried, Dieter Schwenk von LX Navigation und Bernd Mangold von der Firma Schempp Hirth als Prüfer.
Wilfried hat sich entschlossen das Geld in die Hand zu nehmen, Dieter hat zugesagt den Einbau zu machen und Bernd Mangold überwacht das Ganze als Prüfer.
Teamwork vom feinsten eben… .

‚Der OLC Discus bekommt ein Zeus 5.5 mit EOS 57 Vario, dazu ein KRT-2 Funkgerät mit Bridge zur automatischen Übertragung der Nearest Airport Frequenz‘


Also, geplant und losgelegt. An einem der ersten Wintereinbruchsonntage dieses Jahr brachte ich den Hänger bereits bei Dunkelheit nach Münsingen.
Da es auf der Alb schon wirklich sehr kalt war, stellte uns Simon Ruopp seine beheizte Werkstatt für den Instrumentenausbau zur Verfügung.



Der Instrumentenausbau

Bevor ein Flugzeug in die Werkstatt kommt sollten natürlich mal zuerst alle Leitungen abgeklebt werden, damit kein Staub in die Leitungen kommt. Sowohl die Düsen als auch die statische Druckabnahme am Rumpf wurden sauber abgedichtet.



Alles was ausgebaut wurde geht auf die Waage um genau zu dokumentieren, welche Gewichte raus und später wieder rein kommen. Mit Transponder und Motorsteuerung kommt da schnell einiges an Komponenten zusammen. Nach getaner Arbeit haben wir uns auf Simons neuestem Produkt dem Liegesessel erst mal erholt – gut fürs Kreuz…



Als nächstes ging das Panel nach Slowenien, wo die entsprechenden Ausschnitte gemacht wurden. Das ganze wurde dann mit Nextel sprühlackiert. Mittlerweile sind auch die Umbauarbeiten in Slowenien fertiggestellt.



Das LX Zeus befindet sich nun gut sichtbar mitten im Panel. Höhenmesser, Variometer, Transponder und Motorbedienung sind gleichgeblieben. Der Schnapskompass, der sich vorher im Panel befand, sitzt nun mit nicht-magnetischen Schrauben befestigt auf dem Panel vor der Lüftung. Mit den Umbauten einher ging eine Gewichtsreduzierung um 1.5 Kilogramm.



Der Flieger wird nun in den nächsten Wochen bei Schempp-Hirth abgenommen. Außerdem erhält der OLC eine neue Rückenlehne und Interieur als Sponsoring von der Firma Dieter Schempp Interieur Albstadt!

‚Der Flieger ist dann sowohl optisch als auch technisch ein absoluter Leckerbissen.‘
2017-12-26T18:56:51+00:00

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